Am Wochenende vor Weihnachten war ich wieder einmal in Prag und hatte ein Zimmer im relativ neu eröffneten Pentahotel.

Östlich der Altstadt

Das Hotel liegt nicht direkt in der Altstadt, sondern etwas östlich davon. Zu Fuß kann man daher alle Sehenswürdigkeiten gut erreichen und zur Not gibt es auch noch eine Haltestelle der Straßenbahn gleich vorm Haus.

Am schönsten ist es nicht direkt der relativ großen Straße zu folgen, sondern eine Parallelstraße weiter einen Weg zum Ufer der Moldau zu suchen. Man verliert dadurch nicht viel Zeit, sieht noch einige moderne Bürogebäude und kann am Fluß entlang gehen.

Moderne aber gemütliche Einrichtung

Sobald man das Hotel betritt wird klar, dass sich hier jemand Gedanken über ein ausgefallenes Design gemacht hat. Das Erdgeschoss ist praktisch ein offener Raum, der nur durch Elemente wie die Rezeption/Bar oder die künstlichen Kaminfeuer in verschiedene Bereiche unterteilt ist. Der moderne Stil einer Disco mit wechselnder roter und blauer Beleuchtung wird mit dem Flair einer alten englischen Bibliothek gemischt. Wir fanden es dort jedenfalls so gemütlich, dass wir die Abende in einer der Couchecken und bei einer Partie Billard ausklingen ließen.

Das Zimmer selbst ist ausreichend groß.  Den meisten Raum nimmt das Doppelbett ein, das eigentlich aus zwei Betten besteht, die auf Rollen gelagert sind und deswegen einfach zusammen- oder getrennt gestellt werden können. Außerdem ist Platz für einen kleinen Schreibtisch, eine Kommode mit darauf montierter Kleiderstange und integriertem Zimmersafe und einen großen Flachbildfernseher an der Wand. Dank dem gedämpften Licht, den Bildern und der großen Karte von Prag an der Wand fühlte ich mich auch sehr wohl.

Durch eine Schiebetüre gelangt man ins Bad, in dem die Einrichtung ebenfalls sparsam, aber funktional ist. Die große Regendusche nimmt den meisten Platz ein. Dazu gibt es noch ein kleines Waschbecken, ein paar Ablagen und einen erstaunlich guten Föhn.

Das Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen. Es ist für jeden genug Auswahl dabei und auch der Kaffee schmeckt. Abends gibt es unten an der Bar noch gutes Fingerfood, Salate oder Burger und natürlich auch verschiedene Drinks und Cocktails.

Erwähnenswert ist noch die hauseigene Tiefgarage. Sie hat nicht nur eine Schranke, sondern ein voll geschlossenes Rolltor. Die Einfahrt ist leider sehr eng geraten und wir haben schon bei unserem Golf kurz überlegt die Spiegel einzuklappen. Unten sind die Stellplätze aber wieder richtig groß.

Vorsicht vor den Fahrstühlen

Ein besonderes Highlight sind die Fahrstühle. Sie sind nicht nur verdammt eng, zu viert kann man sich ohne Gepäck gerade so hinein quetschen, sondern schließen auch schnell und ohne Rücksicht auf Personen, die noch in der Tür stehen. Also Achtung beim Drücken des Knopfs zum Türen schließen! Das kann schmerzhaft enden…

Verplantes Personal

Dass das Hotel noch nicht so lange offen war, hat man nicht nur an der neuen Einrichtung gemerkt, sondern auch am Personal. Zum einen hatten sie gar kein Problem damit, dass Tim seinen Personalausweis vergessen hatte und er ihnen nur einen Scan aus der Dropbox anbieten konnte. Zum anderen lief leider die Buchung der Kreditkarten und Namen auf die Zimmer nicht ganz einwandfrei. Für das Zimmer von Stefan und Tim war die Karte von Markus hinterlegt, während wir gar keine hatten. Beim WLAN liefs ähnlich, nur Markus konnte sich auf meinen Namen für unser Zimmer einloggen und schon hatte ich das ganze Wochenende kein WLAN mehr.

Fazit

Das Pentahotel in Prag war für mich eines der besten Hotels, in denen ich in letzter Zeit war. Die Einrichtung hat meinen Geschmack gut getroffen, das Personal war nett und hilfsbereit und zu Fuß kann man die Altstadt gut erreichen. Für einen Kurztrip oder auch ein verlängertes Wochenende kann ich das Pentahotel wirklich empfehlen.